Das ABC der Kita

Die Schlüsselbegriffe der Kita. Sie können die Themen alphabetisch oder nach der Maslow-Bedürfnispyramide filtern.

Betreuung

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Die Erzieherin oder der Erzieher kümmert sich um das Kind und um die Anliegen der Eltern. Es wird auf die jeweiligen Bedürfnisse des Kindes eingegangen, um eine gute Integration innerhalb seiner Gruppe zu gewährleisten. Eine qualitativ hochstehende Kinderbetreuung macht die Trennung für alle Parteien leichter und schafft ein Klima des Vertrauens.

Bezugsperson

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Mit «Bezugsperson» wird die Person bezeichnet, die das Kind und dessen Familie begleitet. Sie gilt als Vertrauensperson, welche die Bedürfnisse des Kindes gut kennt. Der Begriff und die mit der Funktion der «Bezugsperson» verbundenen Aufgaben werden je nach Kita und pädagogischem Konzept unterschiedlich definiert.

Eingewöhnungszeit

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Das Kind sammelt im Beisein der Eltern zum ersten Mal Erfahrungen innerhalb einer Gruppe. In dieser Zeit bauen die Erzieherinnen und Erzieher ein Vertrauensverhältnis zu den Eltern und zum Kind auf. Das Kind besucht die Kita am ersten Tag zum Beispiel nur für ein paar Stunden und in Begleitung eines Elternteils oder eines Angehörigen. Nach einer schrittweisen Eingewöhnung bleibt es dann den ganzen Tag. Die Eingewöhnungszeit dauert normalerweise zwei Wochen.

Emotionale Sicherheit

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Hier geht es um die Unterstützung des Kindes, es wird ihm dabei geholfen, sich selber wahrzunehmen, zu erkennen und ein positives Selbstbild zu entwickeln. Es geht aber auch darum, dem Kind respektvoll, wohlwollend und unvoreingenommen zu begegnen und gleichzeitig seine Fähigkeiten, seine persönliche Geschichte und den familiären Hintergrund zu berücksichtigen.

Experimentieren

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Um die Umwelt begreifen zu können, ist es für das Kind wichtig, diese selbständig entdecken zu können. Die Entwicklung der Persönlichkeit setzt voraus, dass das Kind die Welt im Einklang mit seinem eigenen Rhythmus erfahren kann. Aufgabe der Erzieherinnen und Erzieher ist es daher, ein Umfeld zu schaffen, in dem das Kind experimentieren und sich im Rahmen bestmöglicher emotionaler und körperlicher Sicherheit entwickeln kann.

Kindertagesstätte

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Aufenthaltsort einer Gruppe von Kindern mit demselben Tagesablauf. Die Gruppen werden in Abhängigkeit des erzieherischen und pädagogischen Konzepts gebildet (Gruppen nach Altersklasse, altersdurchmischte Gruppen usw.).

Mahlzeiten

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Das Mittagessen und die Zwischenmahlzeiten strukturieren den Tagesablauf der Babys und der Kinder. Während der Mahlzeiten findet ein Austausch statt, bei dem es neue Geschmäcker und Texturen zu entdecken gibt. Die Stimmung, das Ambiente und das Essen auf dem Teller haben einen Einfluss auf den Lernprozess und darauf, wie das Kind diesen Moment des Beisammenseins geniessen kann.

Pädagogisches Konzept

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Ziel des pädagogischen Konzepts ist es, die Leitlinien für die Arbeit mit den Kindern zu definieren. Jede Kita verfasst ihr eigenes pädagogisches Konzept, in dem die Leitlinien der Einrichtung, ihre Organisation, ihre Werte, ihre Haltung und die pädagogische Ausrichtung sowie die Beziehung zu den Familien und die Zusammenarbeit mit externen Stellen geregelt werden. In diesem Dokument werden die von den Betreuerinnen und Betreuern umzusetzenden Abläufe festgeschrieben, mit denen man den Bedürfnissen der Kinder Rechnung trägt.

Zögern Sie beim Treffen mit der Kitaleitung nicht, nach dem pädagogischen Konzept der Einrichtung zu fragen, denn dieses ist für eine qualitativ gute Betreuung zentral.

Schlaf

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Die Ruhezeiten sind unerlässliche Fixpunkte im Tagesablauf des Kindes. In der Kita werden das individuelle Schlafbedürfnis und der Schlafrhythmus respektiert. Der Ruheraum ist so angelegt, dass er vor Lärm geschützt ist und auf das Kind beruhigend wirkt. Für die Babys ist es wichtig, einen separaten Raum zu haben, der ausschliesslich für die Schlafenszeit reserviert ist.

Spiel

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Das Spiel ist ein universelles Phänomen, und Kinder haben ein Recht darauf. Es bereitet ihnen Freude und Vergnügen. Das Spiel unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung und fördert die Fähigkeiten, die Fantasie und den Lernprozess des Kindes. Im Spiel wird vor allem die kognitive, emotionale, motorische und soziale Entwicklung gefördert. Man kann wohl sagen: «Das Spiel ist der Beruf des Kindes.».